Gesundheitsrisiken durch Eichenprozessionsspinner
Vor allem die giftige Behaarung (Brennhaare) der Eichenprozessionsspinner bedeutet eine große gesundheitliche Gefahr für den Menschen. Eichenprozessionsspinnerraupen sind zum Schutz vor Vögeln und anderen Feinden bereits vom ersten Larvenstadium an behaart. Die mikroskopisch feinen, innen hohlen, ca. 3 Millimeter langen Brennhaare werden kontinuierlich abgesondert, brechen leicht und werden durch den Wind in die weitere räumliche Umgebung verdriftet. Ab dem dritten Entwicklungsstadium unmittelbar mit der 2. Häutung bilden sich Brennhaare mit minimalen Widerhaken.
Kommen Brennhaare, Nester oder Kokonreste der Eichenprozessionsspinner in Kontakt mit Haut und/ oder Schleimhäuten des Menschen, entfaltet das Eiweißgift Thaumetopein seine biochemische Reizwirkung und kann Symptome wie Raupendermatitis, Hautausschlag, allergische Reaktionen sowie Entzündungen der Augenbindehaut, des Rachens, der oberen Luftwege sowie andere Krankheitsbilder verursachen.
Ökologische Schäden durch Eichenprozessionsspinner
Die ökologischen Schädigungen durch Eichenprozessionsspinner werden durch den Lichtungs- und Kahlfraß der Raupen verursacht. Selbst wenn Eichen komplett kahl gefressen werden, ist in der Regel das Schadensausmaß aufgrund des hohen Regenerationsvermögens der Bäume relativ gering.
Tritt ein Befall und großflächiger Blattanfraß durch Eichenprozessionsspinnerraupen jedoch wiederholt auf, kann es zu einer nachhaltigen Schwächung der betroffenen Eichen kommen. Dies führt dazu, dass die Bäume anfälliger für andere Schwächungsfaktoren wie Schädlinge (Eichenwickler, Eichenmehltau, Eichengallwespen) und andere Stressfaktoren wie z.B. Verletzungen oder Luftverschmutzungen werden. Dadurch kommt es nicht nur Verlusten des Baumzuwachses, sondern manchmal sogar zum Absterben der Eiche.