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Wespenarten in Deutschland

Wespen- und Hornissen-Arten erkennen und auseinanderhalten

Wespe, Biene, Hornisse – alles das Gleiche? Nein, auf keinen Fall. Auf den ersten Blick sind sich die fliegenden Insekten ähnlich: sie gehören alle zur Ordnung der Hautflügler, sind gelb-schwarz gestreift, summend und mit einem Stachel ausgestattet – doch nicht alles, was summt und gelb-schwarz ist, ist gefährlich oder lästig.

Nicht alle Wespen sind gefährlich oder aggressiv

In Deutschland sind nur zwei Wespenarten für uns Menschen wirklich lästig und können, je nach Immunsystem, für den einen oder anderen gefährlich sein, die Deutsche und die Gemeine Wespe. Auch bei Hornissen, die zur Familie der Wespen gehören, lohnt sich ein zweiter Blick, denn während die Europäische Hornisse zwar groß, aber - wenn man sie nicht ärgert - harmlos ist, gilt die Asiatische Hornisse allein wegen ihres invasiven Statuses als Bedrohung für unser Ökosystem, ist aggressiver und kann auch für uns Menschen gefährlich werden.

Wespennest entfernen
Können lästig werden: Wespen, die in Hausnähe ihr Nest bauen

Die Kleinen: Wespen

Für Menschen sind eigentlich nur zwei Wespenarten als störend und auch teilweise gefährlich zu bezeichnen: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Sie belästigen uns draußen und drinnen: stürzen sich auf unser Essen, Getränke – ganz besonders ab Spätsommer wenn sie zuckerhaltig sind, da der Nachwuchs bereits großgezogen ist und die Wespen nicht mehr auf Eiweiß-Jagd gehen. Sie können ganz schön penetrant und schon mal aggressiv werden und zustechen. Wenn wir von Wespen sprechen, meinen wir im Volksmund aber auch wir als Schädlingsbekämpfer in der Regel diese beiden: Deutsche Wespe und Gemeine Wespe.

Gut, dass andere Wespenarten, wie die Europäische Hornissen, Feldwespen oder gar Bienen sich nicht so aggressiv und penetrant verhalten und für Mensch und Tier keine Gefahr darstellen. Deshalb Augen auf, wenn etwas angesummt kommt – wahrscheinlich ist es für uns harmlos.

Haus-Feldwespe: Harmlose Wespenart in Deutschland
Die Haus-Feldwespe ist eine harmlose Wespenart

Gemeine Wespe und Deutsche Wespe: Die Störenfriede

Beide Wespenarten, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe sehen sich sehr ähnlich und sie benehmen sich auch similär: Diese Wespen sind mit Signalfarbe ausgestattet: Leuchtendes Gelb mit Schwarz warnt bereits: „Achtung – halte Dich fern!“. Da sie entweder ihren Nachwuchs oder später ihren großen Staat versorgen müssen, sind sie auf der ständigen Suche nach Nahrung – und dabei ähnelt unser Geschmack leider ihren: Fleisch für die Proteine (im Frühjahr bis August) und Zucker für die Energie (ab Spätsommer, da die Larven keinen nährenden süßen Speichel mehr produzieren) sind ganz oben im Kurs, deshalb sehen sie unser Essen als All-you-can-eat-Buffet und laden bestenfalls ihre Freunde ein. Wenn wir sie vertreiben wollen, sehen sie es als Angriff und stechen schnell zu und das gerne mehrmals.

Andere Wespenarten und Bienen sind weder an uns noch an unserem Essen interessiert, von Natur aus entspannter und können entweder gar nicht stechen oder tun das äußerst selten. Umso wichtiger, sie auseinanderzuhalten.

Deutsche oder Gemeine Wespe oder doch Biene?
Der 30-Sekunden-Check

  • Deutsche Wespe: Auffallend schwarz gelb: Hat 1–3 schwarze Punkte auf der gelben glatten Stirnplatte. Ihr Nest ist betongrau.
  • Gemeine Wespe: Auffallend schwarz-gelb: Hat eine schwarze Zeichnung in Anker-Form im Gesicht. Ihr Nest ist hellbraun/beige
  • Biene: braunes, pelziges Gesicht - im Gegensatz zu Honig- und Wildbienen tragen Wespen eine "Glatze"

  • Wespen: Sind glatt, leuchtend gelb-schwarz gestreift und haben die berühmte schmale Wespentaille. Sie interessieren sich für unser Essen (Fleisch & Zucker).
  • (Honig-) Bienen: Sind pelzig-behaart, eher bräunlich-gold und pummeliger. Sie sind reine Vegetarier und ignorieren unser Picknick.

  • Nicht schlagen: Wespen stechen nur zur Verteidigung. Bienen stechen nur einmal und sterben dabei – sie meiden deshalb Konflikte.
  • Rechtliches: Alle drei Arten stehen unter Naturschutz. Nester dürfen niemals eigenmächtig zerstört werden. Im Zweifel immer einen Fachmann (uns als Schädlingsbekämpfer oder einen Imker) rufen!

Deutsche Wespe - Vespula germanica

Aussehen

  • Die Königinnen der Deutschen Wespen erreichen eine Größe von ca. 20 mm. Die Arbeiterinnen hingegen werden nur ca. 12-16 mm und die Drohnen 13-17 mm groß.
  • Deutsche Wespen besitzen einen leuchtend gelb-schwarzen Hinterleib und tragen auf ihrem gelben Kopfschild meist drei charakteristische schwarze Punkte.

Fortpflanzung

  • Deutsche Wespen sind einjährig staatenbildende Insekten.
  • Nach der Überwinterung kommen die jungen Wespen-Königinnen im Frühling hervor, um Nester zu bauen und Eier abzulegen.
  • Die Arbeiterinnen schlüpfen im Frühsommer und führen den Nestbau fort. Anschließend legen die Königinnen weitere Eier ab.
  • Die nachgewachsenen Königinnen und Drohnen, die Männchen der Wespen paaren sich im Herbst.
  • Das Wespennest mit den Drohnen und Arbeiterinnen stirbt im Winter. Nur die jungen Wespen-Königinnen überleben in einem Winterquartier bis zum nächsten Frühjahr.

Lebensweise

  • In einer Wespen-Kolonie leben bis zu 7.000 Wespen.
  • Als Nistorte werden vorwiegend dunkle Hohlräume, wie Dachböden, Rollladenkästen und verlassene Mäuse- und Maulwurfsgänge genutzt.
  • Wespen nutzen zum Nestbau Holz und Rinde, daher das marmorierte Aussehen der Wespennester. Das Wespennests ist grau und kann einen Umfang von bis zu 2 m erreichen.
  • Deutsche Wespen ernähren sich von Fliegen, Mücken, Raupen und süßen Säften bzw. Obst und bedienen sich auch gerne an menschlicher Nahrung: Fleisch und Wurst für die Proteine und Süßes wie Eis und Kuchen für die schnelle Energie.

Für Menschen lästig und gefährlich?

  • Da sie sich gerne auch an unserer Nahrung bedienen, können sie schnell lästig werden. Deutsche Wespen sind nicht scheu, wenn sie ein für sich interessantes Buffett entdecken, fliegen sie es immer wieder an und sagen auch ihren Schwestern Bescheid.
  • Deutsche Wespen stechen zu, wenn sie sich bedroht fühlen, beispielsweise durchs wegwedeln oder wegschlagen.
  • Wespen können mehrmals stechen, weswegen sie durchaus aggressiv "ihre" Nahrungsquelle verteidigen, auch wenn es sich dabei um Ihr Grillbuffet handelt. Das gilt umso mehr für ihre Nester.
Deutsche Wespe vs. Gemeine Wespe (Vespula germanica & Vespula vulgaris)
Vergleich Deutsche Wespe vs. Gemeine Wespe (Mit KI erstellt)

Gemeine bzw. gewöhnliche Wespe - Vespula vulgaris

Aussehen

  • Die Königinnen der Gemeinen Wespen erreichen eine Größe von etwa 20 mm. Die Arbeiterinnen hingegen werden nur ca. 14 mm und die Drohnen bis zu 18 mm groß.
  • Gemeine Wespen sind gekennzeichnet durch einen leuchtend gelb-schwarzen Hinterleib und einem breiten, nach unten verdickten schwarzen Längsstrich, der oft wie ein kleiner Anker aussieht.

Fortpflanzung

  • Die jungen Wespen-Königinnen überwintern und kommen im Frühling hervor, um ihre Nester zu bauen und Eier abzulegen.
  • Die Arbeiterinnen (sterile Weibchen) schlüpfen im Frühsommer und führen den Nestbau ihrer Königinnen fort. Anschließend legen die Königinnen weitere Eier ab.
  • Die nachgewachsenen Königinnen und Männchen der Wespen paaren sich im Frühherbst.
  • Männchen und Arbeiterinnen sterben im Winter. Die Wespen-Königinnen überwintern in sicheren Verstecken. Das Nest wird nicht wieder benutzt.

Lebensweise

  • Im Laufe eines Sommers bringt ein Wespenvolk bis zu 25.000 Wespen hervor.
  • Als Nistorte werden Dachböden, Hohlräume, verlassene Nagergänge, ausgehöhlte Baumstämme und Büsche bevorzugt.
  • Wespen nutzen zum Nestbau zerfasertes Holz (Papier) und das Nest ist hellbraun/gelblich. Die Waben liegen darin horizontal. Es wird jedes Jahr ein neues Nest gebaut.
  • Gemeine Wespen schwärmen nicht aus.
  • Sie ernähren sich von Insekten, Spinnen, Nektar, faulenden Früchten, dem Saft verletzter Bäume und ähnlichen zuckerhaltigen Substanzen.
Gemeine Wespe (Vespula vulgaris)
Gemeine Wespe - Vespula vulgaris

Deutsche Wespe vs. Gemeine Wespe: Die wichtigsten Merkmale im Vergleich

Merkmal Deutsche Wespe Gemeine Wespe
Kopfschild Schwarz-gelb: 1 bis 3 kleine schwarze Punkte Schwarz-gelb: Schwarzer Strich (ankerförmig)
Nestfarbe Grau (aus verwittertem Holz) Hellbraun/Beige (aus morschem Holz)
Neststandort Dunkle Hohlräume, Erdlöcher, Dachböden Ähnlich, bevorzugt auch Gebüsche/Hohlbäume
Volksstärke Bis zu 7.000 Tiere Bis zu 10.000 (selten bis 25.000)
Nahrung Insekten, Fleisch, zuckerhaltige Säfte Insekten, Nektar, Fallobst, Fleisch

 

FAQ Gemeine Wespe & Deutsche Wespe

Der sicherste Weg zur Unterscheidung ist der Blick ins „Gesicht“ (das Kopfschild): Die Deutsche Wespe hat dort meist drei kleine schwarze Punkte, während die Gemeine Wespe eine schwarze Zeichnung besitzt, die wie ein kleiner Anker aussieht. Zudem ist das Nest der Deutschen Wespe grau, das der Gemeinen Wespe hingegen hellbraun bzw. beige.

Beide Arten sind von Natur aus nicht aggressiv. Sie werden lediglich im Spätsommer „lästig“, da sie von menschlichen Lebensmitteln (Zucker und Fleisch) angezogen werden. Ein Stich erfolgt meist nur zur Verteidigung, wenn man nach ihnen schlägt oder das Nest bedroht. Für Nicht-Allergiker ist ein Stich zwar schmerzhaft, aber in der Regel medizinisch unbedenklich.

Ein Wespenstaat lebt nur einen Sommer lang. Das alte Volk und die alte Königin sterben spätestens bei den ersten Nachtfrösten im Oktober oder November ab. Nur die begatteten Jungköniginnen überwintern an geschützten Orten außerhalb des Nestes. Wichtig: Ein altes Wespennest wird im nächsten Jahr niemals wieder besiedelt.

Wir haben Tipps für Sie gesammelt, wie Sie Wespen erfolgreich vertreiben und von Ihrem Tisch fernhalten können

Honigbiene - Apis mellifera

Bienen und Bienennester dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nicht ohne Weiteres beseitigt werden, da sie dem Artenschutz unterliegen. Umsiedlungen oder gar Bekämpfungen dürfen grundsätzlich nur in begründeten Ausnahmefällen (Notfälle, Bedrohungssituationen) mit entsprechender Ausnahmegenehmigung erfolgen.

Aussehen

  • Die Größe der Königinnen beträgt etwa 16 bis 20 mm, die Drohnen erreichen eine Körperlänge von 13 bis 16 mm und die Arbeiterinnen werden zwischen 11 und 13 mm groß.
  • Die Honigbiene ist dunkelbraun (der Hinterleib gelb-schwarz geringelt). Sie hat einen behaarten Körper.
  • Ihre Hinterleibssegmente weisen helle Filzbinden auf. Die Königin hat einen stark verlängerten Hinterleib.
  • Die Königinnen sowie die Arbeiterinnen der Honigbiene besitzen einen Giftstachel.

Fortpflanzung

  • Bevorzugte Nestbaugebiete der Honigbiene sind ausgehöhlte Baumstämme, Dachböden oder Verschalungen von Wänden.
  • Das Nest (Bienenstock) besteht aus einer vertikale Wachs-wabenkonstruktion, welche die Arbeiterinnen aus Wachs, das sie am Hinterleib ausscheiden, formen.
  • In die Waben legt die Königin während der Flugzeit (Mai bis Juli) täglich etwa 1.500 Eier.
  • Aus den unbefruchteten Eiern schlüpfen mehrere hundert Drohnen. Anschließend schlüpfen neue Königinnen. Diese bekämpfen sich solange, bis nur noch eine Königin übrig bleibt. Diese und die Drohnen schwärmen dann zum Hochzeitsflug aus.
  • Die Bienenstöcke werden dauerhaft von einem Bienenschwarm (häufig mehr als 30.000 Bienen) bewohnt.

Lebensweise

  • Die Honigbiene schwärmt im Frühling und Frühsommer aus.
  • Ihre Ernährung ist rein vegetarisch (Pollen und Nektar). Die Honigbringer sind die Arbeiterinnen, welche mit ihren Mund-werkzeugen den Nektar aus den Blüten aufnehmen, diesen in Honig umwandeln und im Bienenstock in den Waben ablagern.
  • Honigbienenvölker sind in der Lage in ihrer Kolonie zu überwintern. Dabei ernähren sie sich von den im Sommer angelegten Honigvorräten.
  • Honigbienen können nur einmal mit ihrem Giftstachel stechen und sterben danach meistens, weil die am Stachel sitzende Giftblase aus dem Bienenkörper gerissen wird, weshalb sie den Zweikampf eher meiden.

Für Menschen lästig oder gefährlich?

  • Bienen sind vom Grund aus friedlich und interessieren sich auch nicht für unser Essen.
  • Wenn eine Biene zusticht, ist das für sie buchstäblich die letzte Option, da sie danach stirbt. Aus dem Grund sind Bienen im Gegensatz zu Wespen nicht stechfreudig.
  • Gefährlich werden sie nur für Menschen, die besonders empfindlich oder gar allergisch auf Insektenstiche oder Bienengiftreagieren.
  • Solange man Bienen und ihre Nester in Ruhe lässt, geht von ihnen keine potentielle Gefahr aus.
Honigbiene (Apis mellifera)
In der Regel harmlos: Die Honigbiene (Apis mellifera)

Auch das sind Wespen: Die harmlosen Wespenarten in Deutschland

Wussten Sie, dass es viele Wespenarten gibt, die für uns Menschen völlig harmlos sind und nicht stechen?  Die meisten Wespen sind sogar ziemlich friedlich und stören uns nicht. Hier sind drei besonders freundliche Wespenarten, die Sie nicht fürchten müssen:

Sächsische Wespe (Dolichovespula saxonica) – der friedliche Doppelgänger

  • Die Langkopfwespe ähnelt auf den ersten Blick der Gemeinen oder Deutschen Wespe: Leuchtend Gelb-Schwarz gestreift: Oft, aber nicht immer sind die schwarzen Streifen dicker als die gelben. Auch der Hinterleib ist etwas runder.
  • Scheu: Sie meiden menschliche Nähe und lassen uns auch beim Essen in Ruhe.
  • Ihre grauen Nester sind mit maximal 25 cm Durchmesser klein und hängen an offenen, hellen Stellen. Ruhig in Ruhe lassen - sie belästigen uns nicht.
  • Kein Interesse an unserem Essen: Erwachsene Sächsische Wespen ernähren sich von Nektar, weshalb man sie oft auf Blüten sieht. Ihre Brut wird mit Proteinen aus erbeuteten Insekten, wie Mücken, ernährt.

* Foto: Franz Rothenhäusler / NABU|naturgucker.de , Lizenz: CC BY-SA 4.0 ; Bildausschnitt & -Format angepasst.

Feldwespen (Polistinae) – scheu und sanft

  • Sehr schlank, mit langen hinteren Beinen, die während des Flugs markant ausgestreckt sind
  • Stechen nicht oder sehr selten, bei der Nestverteidigung – der Stachel ist sehr weich und durchdringt die menschliche Haut eher nicht.
  • Finden menschliches Essen uninteressant
  • Kommen oft in Gärten oder in der Nähe des Hauses vor. Mögen sonnige, aber geschützte Orte – sie sind völlig ungefährlich für Menschen. Ihre Nester können und sollten in Ruhe gelassen werden.

Schwebfliege (Syrphidae)– die Karnevalistin

  • Eine Schwirrfliege, die sich als Wespe verkleidet: Mit ihren gelben und schwarzen Streifen imitiert sie das warnende Aussehen der Wespen – dieses Verhalten nennt man Mimikry.
  • Elegante Flugkünstler, die sich von Pollen und Nektar ernähren und damit sehr wichtige Bestäuber sind.
  • Schwebefliegen haben keinen Stachel. Wenn sie also kolibriartig an uns heranschweben, schauen sie nur, ob wir eine Blume mit leckerem Nektar sind.
  • Sie haben nur 2 Flügel (Wespen haben 4), die sie nicht falten können und die darum meist seitlich ausgebreitet abstehen.

Grabwespen (z. B. Ammophila spp.)

  • Leben solitär, bilden also keinen Staat und somit kein klassisches Waben-Nest.
  • Sie sind extrem scheu, fliegen bei Annäherung sofort weg
  • Können zwar theoretisch stechen, tun es aber praktisch nie – sie sind völlig friedlich gegenüber Menschen

Goldwespen (Familie: Chrysididae)

  • Wunderschön und metallisch bunt (grün-blau-rot schillernd): Sie sehen ein bisschen wie fliegender Schmuck aus
  • Kein eigenes Nest: Sie legen ihre Eier in Nester anderer Insekten
  • Goldwespen können nicht stechen – sie besitzen nur einen rudimentären Stachel
  • Fun Fact: Diese Wespen rollen sich bei Gefahr einfach zusammen wie ein Igel

Hornissen: Die Wespen in XXL

Eine Wespe von einer Hornisse zu unterscheiden, fällt nicht schwer: Hornissen sind so groß – bis zu 3 cm, dass sie eher nicht mit der Gemeinen oder Deutschen Wespe verwechselt werden. Viel wichtiger ist aber die Unterscheidung der heimischen Europäischen Hornisse von der invasiven Asiatischen Hornisse.

Europäische Hornisse: Unser heimischer, friedlicher Riese

Hornissen sind wirklich friedliche und harmlose Gesellen. Sie bevorzugen es, sich zurückzuziehen, anstatt sich auf Konfrontationen einzulassen. An uns Menschen oder unserer Nahrung sind sie auch nicht interessiert. Sie stechen nur dann, wenn sie sich wirklich bedroht fühlen, zum Beispiel, wenn sie ihr Nest verteidigen müssen. 

Die lauten Brummer hört man oft, bevor man sie sieht. Mit bis zu 60 dB kommen sie angebrummt und schauen sich manchmal kurz um, nur um dann schnell weiter zu fliegen. Europäische Hornissen sind sehr wichtig für unser Ökosystem und sind geschützt. Weder dürfen ihre Nester bekämpft werden – dafür gibt es auch sehr selten einen Grund, da sie sehr friedlich sind.

Aussehen: Auf den ersten Blick sehen sie wirklich aus wie Wespen in XXL: Sie haben einen markanten gelb-schwarz gestreiften Hinterleib und einen braunen Körper sowie einen rötlichen Kopf. Am auffälligsten ist aber ihre Größe. Bis zu 3 cm können Arbeiterinnen werden. Die im Frühjahr fliegende Königin ist bis zu 3,5 cm groß.

 

Europäische Hornisse

Asiatische Hornisse: die Bedrohung für unser Ökosystem

Asiatische Hornissen sind Neozoen und gefährden die Biodiversität und damit unser Ökosystem massiv. Sie gelten mittlerweile als etabliert, was bedeutet, dass ihr Einzug unumkehrbar ist. Dennoch sind sie weiterhin eine invasive Art und sollten weitestgehend bekämpft werden – im Gegensatz zur Europäischen Hornisse wird eine Bekämpfung stellenweise sogar gefördert.

CTA: Haben Sie Asiatische Hornissen bei sich entdeckt? Wir kümmern uns um eine professionelle Nest-Entfernung.

Aussehen: Asiatische Hornissen lassen sich gut von den geschützten Europäischen Hornissen unterscheiden, wenn man genauer hinschaut. Sie sind mit ihren bis zu 2,5 cm kleiner. Der auffälligste Unterschied ist ihre Färbung: Sie sind wesentlich dunkler: Der Körper der Asiatischen Hornisse ist dunkelbraun bis fast schwarz und ihr Hinterleib dunkel-orange gestreift. Lediglich ihre Beine sind gelb. So lassen sie sich auch bereits im Flug gut erkennen.

Wenn Sie Asiatische Hornissen gesichtet haben, lohnt es sich zu schauen, wohin sie geflogen sind. Das gibt den Hinweis auf ihr Primär- oder Sekundärnest.

Asiatische Hornisse erkennen

Wenn Sie Asiatische Hornissen gesichtet haben, lohnt es sich zu schauen, wohin sie geflogen sind. Das gibt den Hinweis auf ihr Primär- oder Sekundärnest.

Weitere Informationen und Tipps zur Unterscheidung der Nester von Hornissen und Wespen haben wir bereits für Sie zusammengefasst: 

Europäische oder Asiatische Hornisse?
Der 30-Sekunden Check

  • Asiatische Hornisse: Schwarzes Gesicht mit dunkelbraunen Schild

  • Europäische Hornisse: Rötlich gefärbtes Gesicht mit braunen Schild

  • Asiatische Hornisse: dunkelbrauner bis schwarzer Körper mit dunkel-orangene Streifen & Hinterteil und gelben Beinen
  • Europäische Hornisse: rotbraun gefärbter Körper mit gelblich-schwarzer Zeichnung am Hinterleib

 

 

  • Asiatische Hornisse: Arbeiterinnen bis zu 2,5 cm und damit kleiner als die Europäische Hornisse
  • Europäische Hornisse: Arbeiterinnen bis zu 3 cm, Königinnen bis zu 3,5 cm

 

Asiatische Hornissen verteidigen ihre Nester aggressiv und mit einer unangenehmen Technik: Sie stechen nicht nur, sie versprühen zusätzlich Gift auf ihre Angreifer. Nester sollten deshalb unbedingt professionell und mit spezieller Schutzkleidung entfernt werden.

Gut, dass wir uns mit der Entfernung Asiatischer Hornissen Nester auskennen

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