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Wespe, Biene, Hornisse – alles das Gleiche? Nein, auf keinen Fall. Auf den ersten Blick sind sich die fliegenden Insekten ähnlich: sie gehören alle zur Ordnung der Hautflügler, sind gelb-schwarz gestreift, summend und mit einem Stachel ausgestattet – doch nicht alles, was summt und gelb-schwarz ist, ist gefährlich oder lästig.
In Deutschland sind nur zwei Wespenarten für uns Menschen wirklich lästig und können, je nach Immunsystem, für den einen oder anderen gefährlich sein, die Deutsche und die Gemeine Wespe. Auch bei Hornissen, die zur Familie der Wespen gehören, lohnt sich ein zweiter Blick, denn während die Europäische Hornisse zwar groß, aber - wenn man sie nicht ärgert - harmlos ist, gilt die Asiatische Hornisse allein wegen ihres invasiven Statuses als Bedrohung für unser Ökosystem, ist aggressiver und kann auch für uns Menschen gefährlich werden.
Für Menschen sind eigentlich nur zwei Wespenarten als störend und auch teilweise gefährlich zu bezeichnen: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Sie belästigen uns draußen und drinnen: stürzen sich auf unser Essen, Getränke – ganz besonders ab Spätsommer wenn sie zuckerhaltig sind, da der Nachwuchs bereits großgezogen ist und die Wespen nicht mehr auf Eiweiß-Jagd gehen. Sie können ganz schön penetrant und schon mal aggressiv werden und zustechen. Wenn wir von Wespen sprechen, meinen wir im Volksmund aber auch wir als Schädlingsbekämpfer in der Regel diese beiden: Deutsche Wespe und Gemeine Wespe.
Gut, dass andere Wespenarten, wie die Europäische Hornissen, Feldwespen oder gar Bienen sich nicht so aggressiv und penetrant verhalten und für Mensch und Tier keine Gefahr darstellen. Deshalb Augen auf, wenn etwas angesummt kommt – wahrscheinlich ist es für uns harmlos.
Beide Wespenarten, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe sehen sich sehr ähnlich und sie benehmen sich auch similär: Diese Wespen sind mit Signalfarbe ausgestattet: Leuchtendes Gelb mit Schwarz warnt bereits: „Achtung – halte Dich fern!“. Da sie entweder ihren Nachwuchs oder später ihren großen Staat versorgen müssen, sind sie auf der ständigen Suche nach Nahrung – und dabei ähnelt unser Geschmack leider ihren: Fleisch für die Proteine (im Frühjahr bis August) und Zucker für die Energie (ab Spätsommer, da die Larven keinen nährenden süßen Speichel mehr produzieren) sind ganz oben im Kurs, deshalb sehen sie unser Essen als All-you-can-eat-Buffet und laden bestenfalls ihre Freunde ein. Wenn wir sie vertreiben wollen, sehen sie es als Angriff und stechen schnell zu und das gerne mehrmals.
Andere Wespenarten und Bienen sind weder an uns noch an unserem Essen interessiert, von Natur aus entspannter und können entweder gar nicht stechen oder tun das äußerst selten. Umso wichtiger, sie auseinanderzuhalten.
Aussehen
Fortpflanzung
Lebensweise
Für Menschen lästig und gefährlich?
Aussehen
Fortpflanzung
Lebensweise
| Merkmal | Deutsche Wespe | Gemeine Wespe |
|---|---|---|
| Kopfschild | Schwarz-gelb: 1 bis 3 kleine schwarze Punkte | Schwarz-gelb: Schwarzer Strich (ankerförmig) |
| Nestfarbe | Grau (aus verwittertem Holz) | Hellbraun/Beige (aus morschem Holz) |
| Neststandort | Dunkle Hohlräume, Erdlöcher, Dachböden | Ähnlich, bevorzugt auch Gebüsche/Hohlbäume |
| Volksstärke | Bis zu 7.000 Tiere | Bis zu 10.000 (selten bis 25.000) |
| Nahrung | Insekten, Fleisch, zuckerhaltige Säfte | Insekten, Nektar, Fallobst, Fleisch |
Der sicherste Weg zur Unterscheidung ist der Blick ins „Gesicht“ (das Kopfschild): Die Deutsche Wespe hat dort meist drei kleine schwarze Punkte, während die Gemeine Wespe eine schwarze Zeichnung besitzt, die wie ein kleiner Anker aussieht. Zudem ist das Nest der Deutschen Wespe grau, das der Gemeinen Wespe hingegen hellbraun bzw. beige.
Beide Arten sind von Natur aus nicht aggressiv. Sie werden lediglich im Spätsommer „lästig“, da sie von menschlichen Lebensmitteln (Zucker und Fleisch) angezogen werden. Ein Stich erfolgt meist nur zur Verteidigung, wenn man nach ihnen schlägt oder das Nest bedroht. Für Nicht-Allergiker ist ein Stich zwar schmerzhaft, aber in der Regel medizinisch unbedenklich.
Ein Wespenstaat lebt nur einen Sommer lang. Das alte Volk und die alte Königin sterben spätestens bei den ersten Nachtfrösten im Oktober oder November ab. Nur die begatteten Jungköniginnen überwintern an geschützten Orten außerhalb des Nestes. Wichtig: Ein altes Wespennest wird im nächsten Jahr niemals wieder besiedelt.
Wir haben Tipps für Sie gesammelt, wie Sie Wespen erfolgreich vertreiben und von Ihrem Tisch fernhalten können
Bienen und Bienennester dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nicht ohne Weiteres beseitigt werden, da sie dem Artenschutz unterliegen. Umsiedlungen oder gar Bekämpfungen dürfen grundsätzlich nur in begründeten Ausnahmefällen (Notfälle, Bedrohungssituationen) mit entsprechender Ausnahmegenehmigung erfolgen.
Aussehen
Fortpflanzung
Lebensweise
Für Menschen lästig oder gefährlich?
Wussten Sie, dass es viele Wespenarten gibt, die für uns Menschen völlig harmlos sind und nicht stechen? Die meisten Wespen sind sogar ziemlich friedlich und stören uns nicht. Hier sind drei besonders freundliche Wespenarten, die Sie nicht fürchten müssen:
Eine Wespe von einer Hornisse zu unterscheiden, fällt nicht schwer: Hornissen sind so groß – bis zu 3 cm, dass sie eher nicht mit der Gemeinen oder Deutschen Wespe verwechselt werden. Viel wichtiger ist aber die Unterscheidung der heimischen Europäischen Hornisse von der invasiven Asiatischen Hornisse.
Hornissen sind wirklich friedliche und harmlose Gesellen. Sie bevorzugen es, sich zurückzuziehen, anstatt sich auf Konfrontationen einzulassen. An uns Menschen oder unserer Nahrung sind sie auch nicht interessiert. Sie stechen nur dann, wenn sie sich wirklich bedroht fühlen, zum Beispiel, wenn sie ihr Nest verteidigen müssen.
Die lauten Brummer hört man oft, bevor man sie sieht. Mit bis zu 60 dB kommen sie angebrummt und schauen sich manchmal kurz um, nur um dann schnell weiter zu fliegen. Europäische Hornissen sind sehr wichtig für unser Ökosystem und sind geschützt. Weder dürfen ihre Nester bekämpft werden – dafür gibt es auch sehr selten einen Grund, da sie sehr friedlich sind.
Aussehen: Auf den ersten Blick sehen sie wirklich aus wie Wespen in XXL: Sie haben einen markanten gelb-schwarz gestreiften Hinterleib und einen braunen Körper sowie einen rötlichen Kopf. Am auffälligsten ist aber ihre Größe. Bis zu 3 cm können Arbeiterinnen werden. Die im Frühjahr fliegende Königin ist bis zu 3,5 cm groß.
Asiatische Hornissen sind Neozoen und gefährden die Biodiversität und damit unser Ökosystem massiv. Sie gelten mittlerweile als etabliert, was bedeutet, dass ihr Einzug unumkehrbar ist. Dennoch sind sie weiterhin eine invasive Art und sollten weitestgehend bekämpft werden – im Gegensatz zur Europäischen Hornisse wird eine Bekämpfung stellenweise sogar gefördert.
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Aussehen: Asiatische Hornissen lassen sich gut von den geschützten Europäischen Hornissen unterscheiden, wenn man genauer hinschaut. Sie sind mit ihren bis zu 2,5 cm kleiner. Der auffälligste Unterschied ist ihre Färbung: Sie sind wesentlich dunkler: Der Körper der Asiatischen Hornisse ist dunkelbraun bis fast schwarz und ihr Hinterleib dunkel-orange gestreift. Lediglich ihre Beine sind gelb. So lassen sie sich auch bereits im Flug gut erkennen.
Wenn Sie Asiatische Hornissen gesichtet haben, lohnt es sich zu schauen, wohin sie geflogen sind. Das gibt den Hinweis auf ihr Primär- oder Sekundärnest.
Asiatische Hornisse: Schwarzes Gesicht mit dunkelbraunen Schild
Europäische Hornisse: Rötlich gefärbtes Gesicht mit braunen Schild
Asiatische Hornissen verteidigen ihre Nester aggressiv und mit einer unangenehmen Technik: Sie stechen nicht nur, sie versprühen zusätzlich Gift auf ihre Angreifer. Nester sollten deshalb unbedingt professionell und mit spezieller Schutzkleidung entfernt werden.
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