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Das große, kleine Krabbeln: Ameisen verirren sich gerade im Sommer gerne ins Haus. Manchmal ist es der Obstkorb, dann wiederum das Waschbecken, das in sehr trockenen Sommern als Wasserquelle fungiert. Eine Ameisenstraße, die ins Haus führt, kann ärgerlich sein, aber ist meistens kein Problem – bereits einfache Tipps helfen, lästig gewordene Ameisen am Reinkrabbeln zu hindern.
Kleine rötliche bis rotbraune Ameisenarten sind in erster Linie keine Schreckensmeldung. Generell gilt: Ameisen sind ökologisch wichtig und grundsätzlich keine Schädlinge. Ob sie zum Problem werden, hängt von der Größe ihrer Kolonien ab und vom Ort, an dem sie auftreten. Das gilt auch für rote Ameisen.
Diese roten Ameisenarten können sich je nach Lebensweise ins Haus verirren, sind aber selten dauerhafte Besucher und gelten nicht als lästig.
Falls sie aber sehr kleine rötliche Ameisen in Gebäuden bemerken, lohnt sich ein zweiter, kritischer Blick. Es könnte sich um Pharaoameisen (Monomorium pharaonis) handeln. Sie sind nur etwa 1,5 – 2 mm groß und gelblich bis rötlich gefärbt. Sie sind allerdings eine eingeschleppte Art und benötigen dauerhaft warme Bedingungen, weshalb sie sich gerne in Gebäuden aufhalten und dort ihre Kolonien haben.
Diese winzig kleine rote Ameise unterscheidet sich in mehreren Punkten deutlich von der heimischen Garten- und Waldameise:
Pharaoameisen sind extrem klein:
Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist die zweigliedrige Stielchen-Gliederung zwischen Vorder- und Hinterleib – dafür braucht man allerdings meist eine Lupe bzw. eine mikroskopische Bestimmung.
Die Pharaoameise stammt ursprünglich vermutlich aus dem Bereich des indischen Subkontinents und ist in Mitteleuropa auf beheizte Gebäude angewiesen. Sie kann sich in Deutschland deshalb vor allem dort halten, wo es ganzjährig warm ist, beispielsweise in: Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Mehrfamilienhäusern, Hotels, Großküchen, Lebensmittelbetrieben, Warmwasser-/Heizungsbereichen.
Dabei bevorzugt sie Temperaturen von ungefähr 20 – 30 °C
Das macht es so schwierig die Pharaoameise zu bekämpfen:
Bei vielen heimischen Ameisenarten gibt es eine Königin bzw. ein relativ klar abgegrenztes Nest. Bei der Pharaoameise können dagegen sehr große Kolonien mit zahlreichen Königinnen entstehen.
Die Kolonie kann sich in viele kleine Nester aufteilen, die beispielsweise in
liegen können.
Die sichtbaren Ameisen sind deshalb häufig nur ein kleiner Teil des eigentlichen Befalls.
Pharaoameisen sind omnivor, also Allesfresser. Sie interessieren sich unter anderem für:
Dementsprechend ist auch unsere Nahrung interessant für sie. Spannend ist, dass die Tiere unterschiedliche Nahrungsquellen innerhalb der Kolonie nutzen können. Die Arbeiterinnen transportieren Nahrung ins Nest und versorgen damit Brut und Königinnen.
Bei der Pharaoameise ist eine professionelle Bekämpfung wichtig – auf gar keinen Fall sollten die winzigen Ameisen mit handelsüblichen Ameisensprays bekämpft werden, denn das könnte den Befall sogar verstärken.
Werden die Arbeiterinnen gestört oder getötet, kann die Kolonie dazu veranlasst werden, sich weiter aufzuspalten. Es können dadurch neue sogenannte Tochterkolonien entstehen und sich über ein Gebäude verteilen.
Deshalb wird bei einem begründeten Pharaoameisenbefall normalerweise ein langfristiges Köderverfahren eingesetzt. Wir arbeiten mit speziell gegen Pharaoameisen geprüften Ködergelen.Die Arbeiterinnen sollen den Wirkstoff aufnehmen und ins Nest tragen, sodass auch Königinnen und Brut erreicht werden.
Wenn Sie winzig kleine, rote Ameisen entdeckt haben, sind wir für Sie da. Unsere professionellen Schädlingsbekämpfer analysieren das Problem und kümmern sich um eine nachhaltige Bekämpfung der Kolonie.
In Krankenhäusern, Kliniken und Betrieben mit Lebensmitteln bekommt die Pharaoameise eine besondere Bedeutung. Sie kann beispielsweise zwischen verschiedenen Gebäudebereichen wandern und dabei auch hygienisch relevante Bereiche erreichen.
Deshalb sollte ein Befall in einem Krankenhaus, Pflegeheim oder Lebensmittelbetrieb nicht wie ein gewöhnlicher Ameisenbefall behandelt werden – hier ist eine strategische Bekämpfung existenziell.
Um eine Ameisenart zu bestimmen, benötigt es mehrere Merkmale, deshalb ist ein wichtiger Hinweis die Kombination:
Winzig kleine rote Ameise im Haus: sehr klein + gelblich/rötlich + ganzjährig in einem warmen Gebäude + häufig entlang von Leitungen/Wänden unterwegs = Pharaoameise
Allerdings gibt es mehrere andere sehr kleine Ameisenarten, die ähnlich aussehen. Eine sichere Artbestimmung allein anhand der Farbe ist deshalb schwierig.
Aussehen und Fundort liefern erste Hinweise – eine sichere Artbestimmung erfordert jedoch oft eine genaue Untersuchung. Besonders bei kleinen Ameisenarten können sich verschiedene Arten stark ähneln. Neben Größe und Farbe sind daher auch Merkmale wie die Anzahl der Stielglieder, die Form der Antennen, vorhandene Stacheln und der typische Neststandort entscheidend.
Schwarz, rot, braun oder gelb: Die Farbe ist meist das erste Merkmal, das uns bei einer Ameise auffällt. Für eine sichere Bestimmung reicht sie allerdings nicht aus. Viele Arten sehen sich auf den ersten Blick erstaunlich ähnlich – und selbst innerhalb einer Art können Größe und Färbung variieren.
Während normalgroße schwarze Ameisen in der Regel höchstens lästig sind, ist bei winzig kleinen roten Ameisen in der Wohnung oder im Haus Vorsicht geboten! Es lohnt sich, das unwillkommene Krabbeln näher zu betrachten – einen ausführlichen Überblick finden Sie hier:
Für eine genauere Bestimmung spielen deshalb weitere Merkmale eine Rolle: Wie groß ist die Ameise? Wie viele Glieder hat ihre „Taille“? Wie ist die Behaarung? Besitzt sie einen Stachel? Hat sie Punktaugen? Wie sind die Antennen geformt - die Einlenkstelle der Fühler ist eines der wichtigsten mikroskopischen Merkmale.
Deshalb ist die Untersuchung durch unser Expertenteam so wichtig: All diese Details sind entscheidend für eine erfolgreiche Ameisenbestimmung und damit verbundene Bekämpfung.
Auch der Fundort kann wichtige Hinweise liefern - wo wurde sie gefunden? Eine winzige gelbliche Ameise im beheizten Gebäude kommt beispielsweise für andere Arten infrage als eine ähnlich aussehende Ameise im sonnigen Garten.
Unser Tipp: Wer wissen möchte, ob eine Ameisenkolonie tatsächlich bekämpft werden sollte, sollte sich daher nicht allein auf die Farbe verlassen. Erst die Kombination verschiedener Merkmale ermöglicht eine zuverlässige Einschätzung – und manchmal ist dafür ein genauer Blick durch die Lupe oder das Mikroskop notwendig und bestenfalls ein Experte an Ihrer Seite.
Denn nicht jede kleine schwarze Ameise ist eine Wegameise – und nicht jede rote Ameise ist ein Schädling!
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