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Aufgrund von aktuellen Anfragen und Diskussionen in den sozialen Medien bezüglich der laufenden Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung möchten wir Sie hiermit umfassend, transparent und sachlich über das genaue Vorgehen, das eingesetzte Präparat sowie die strengen Sicherheitsvorkehrungen informieren.
Bei den aktuellen Maßnahmen wird das professionelle und behördlich zugelassene Rodentizid „Jade“ eingesetzt. Der darin enthaltene Wirkstoff (Bromadiolon) ist ein sogenanntes Antikoagulanz (Gerinnungshemmer).
Dieses Mittel entfaltet seine Wirkung ganz bewusst mit einer zeitlichen Verzögerung von einigen Tagen. Dies ist zwingend erforderlich, da Ratten hochintelligente Tiere sind, die in Kolonien und Familienverbänden zusammenleben. Würde die Wirkung sofort eintreffen, würden die Artgenossen die Gefahr sofort mit dem Köder verknüpfen und diesen künftig meiden (sogenannte Köderscheu). Das Gift führt nach einigen Tagen zum Einschlafen der Tiere.
Wir nehmen die Sorgen von Eltern und Haustierbesitzern sehr ernst. Daher wird das Präparat unter strengen Sicherheitsauflagen ausgebracht:
Eine häufig geäußerte Sorge ist die sogenannte Sekundärvergiftung – also die Frage, was passiert, wenn eine Katze oder ein Hund eine Ratte frisst, die zuvor Gift aufgenommen hat. Aus tiermedizinischer und toxikologischer Sicht kann hier weitgehend Entwarnung gegeben werden:
Die regelmäßige Schädlingsbekämpfung ist aus Gründen der Seuchenhygiene und des Gesundheitsschutzes gesetzlich vorgeschrieben und für ein sauberes Wohnumfeld unerlässlich. Durch den fachgerechten Einsatz von Sicherheitsboxen und modernen Präparaten reduzieren wir das Risiko für Mensch und Haustier auf ein absolutes Minimum.
Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen.
Autor: Jürgen Schilling, Operations Director, Rentokil Initial GmbH
Die Vergiftungsinformationszentrale bietet bei Vergiftungsverdacht telefonische Beratung rund um die Uhr an.