Aussehen des Maulwurfs im Vergleich zur Wühlmaus
Der Maulwurf erreicht eine Körperlänge von 10-15 cm und wird dabei bis 150 Gramm schwer. Sein Körper ist walzenförmig und gleicht durch die lange, spitze Schnauze einem Erdbohrer. Der Maulwurf besitzt ein seidiges, schwarzbraunes Fell ohne "Strich" – die kurzen Haare stehen senkrecht und bieten so in den engen Laufröhren, egal ob Vor-, Rück- oder Seitwärtsbewegung, keinen Widerstand. Der Maulwurf sieht schlecht und nimmt lediglich Helligkeitsunterschiede war. Dafür verfügt der Maulwurf über einen hervorragenden Tastsinn und nimmt selbst feinste Erschütterungen war. Der Maulwurf besitzt zu Grabschaufeln umgebildete Vorderfüße, die lange, platte Nägel tragen und mit den Innenflächen nach außen weisen. Der Maulwurf gräbt seine Gänge mit einer Geschwindigkeit von 5-15 Meter pro Stunde, je nach Erdbeschaffenheit.
Dabei drückt er mit seinen kleinen Hinterbeinen überschüssige Erde schräg nach oben zu Maulwurfshaufen heraus. Täglich durchläuft der Maulwurf sein Revier vier bis fünfmal in voller Länge. Maulwürfe sind absolute Einzelgänger mit einem ausgeprägten Revierverhalten. Seine feine Nase, sein gutes Gehör und der Erschütterungssinn verraten ihm sämtliche in die Gänge eingedrungenen Beutetiere. Im Gegensatz zur Wühlmaus ist der Maulwurf nämlich kein Vegetarier, sondern ernährt sich vornehmlich von Insektenlarven, Regenwürmern, Käfer, Asseln, Raupen Schnecken oder auch kleinen Amphibien und Mäusen.
Anzeichen für Maulwurf-Befall
An folgenden Merkmalen können Sie einen eventuell vorliegenden Maulwurf-Befall erkennen:
- Erdhaufen sind hoch und rundlich - von der Mitte vulkanartig aufgeworfen; viele relativ gleichgroße Haufen in regelmäßigen Abständen, Gang in der Mitte des Erdhaufens senkrecht nach unten verlaufend.
- Gangform queroval und kleiner als bei der Wühlmaus - etwa zwei Finger breit.
- Die Gangwand wird durch den Maulwurf mit den schaufelähnlichen Vorderfüßen gekratzt, keine Nagespuren sichtbar.
- Das Gangsystem ist ungeordnet und stark gewunden - Zudem verlaufen die Gänge in unterschiedlichen Tiefen und nicht wie bei der Wühlmaus knapp unterhalb der Grasnarbe.
- Im Gegensatz zur Wühlmaus legt der Maulwurf keine Vorratskammern an, dafür einige steil nach unten verlaufende Fluchtgänge.
- Der Maulwurf tritt bevorzugt in feuchten Böden, in Moorgebieten, an Waldrändern und entlang von Zäunen auf, gerne in "verkehrsarmen" und ruhigen Böden.
- Bei Öffnung eines Maulwurfgangs ("Verwühlprobe") erfolgt die Reaktion im Gegensatz zur Wühlmaus eher langsam und zumeist erst nach Stunden oder sogar Tagen. Der Maulwurf schiebt den Gang zu und untergräbt dann die Stelle, grundsätzlich keine offenen Gänge.
Schäden durch Maulwurf
Als Insektenfresser ist der Maulwurf kein Schädling im üblichen Sinne. Er schädigt weder den Menschen direkt durch Bisse oder Stiche, noch indirekt durch Vernichtung von Vorräten. Er stellt auch keine Gefahr für die Hygiene dar. Im Gegenteil: Der Maulwurf ist nützlich, da er Schädlinge in großer Zahl vertilgt. Er nagt keinesfalls unterirdische Pflanzenteile ab, wie oft vermutet wird.
Dagegen wird er oft als überaus lästig empfunden, wenn er auf seinen Streifzügen das Wurzelwerk empfindlicher Kulturpflanzen beschädigt. Durch seine typischen und zahlreichen Maulwurfshügel verunstaltet der Maulwurf die Optik von Rasenflächen. Auf z.B. Reitwiesen können die Hügel auch zu einer direkten Bedrohung für die Gesundheit von Reiter und Pferd werden. Mähdrescher und Erntemaschinen können durch ausgegrabene Steine beschädigt werden, Nutzvieh kann sich die Beine verletzten.
Dennoch: Der Maulwurf ist nach Gesetzen zum Bundesartenschutz sowie Bundesnaturschutz besonders geschützt und darf nicht gestört werden. Es ist gesetzlich verboten ihn zu fangen und/ oder zu töten.