Schmierspuren
Mäuse im Haus benutzen häufig die gleichen Laufwege. Dabei kommt das Fell der Mäuse immer wieder mit den belaufenen Boden- und Wandflächen in Berührung. Die Folge: Körperfett und Schmutzpartikel bilden die sogenannten Schmierspuren, die charakteristisch sind für Mäusebefall.
Hat man Mäuse in der Wohnung und verfolgt diese Schmierspuren, so führen diese nicht selten geradewegs zu Schlupfwinkeln, Mäusenestern und Futterquellen. Schmierspuren sind damit – neben Mäusekot und Nagespuren – ein wichtiges Indiz für einen Akutbefall und Mäuse im Haus.
Mäusenester
Mäuse im Haus legen eine nahezu unbegrenzte Zahl von Nestern an. Dabei genügt Mäusen bereits ein Winkel, der ungestört ist. Befindet sich die Futterquelle in der Nähe ihres Nests, ist der Bewegungsradius von Mäusen stark eingeschränkt.
Da Mäuse sehr gut klettern können, sind die Nester praktisch überall denkbar.
Haben sich Mäuse im Haus erst angesiedelt, verbreiten sie sich über Leitungsrohre, Kabelkanäle und Wanddurchbrüche und bauen ihre Nester gerne in Zwischendecken, Hohlwänden, auf dem Dachboden und an anderen Orten. Als Nistmaterial dienen Mäusen alle heuartigen oder papierähnlichen Materialien, die zusätzlich mit Textilfasern, Füll- und Dämmstoffen oder Körperhaaren ausgekleidet werden. Mäuse gebären 4-8 Junge pro Wurf bei ca. 4-6 Würfen jährlich. Die Vermehrungsrate bei Mäusen inkl. Kindern und Kindeskindern liegt damit bei guten Umgebungsbedingungen bei etwa 2.000 Nachkommen pro Jahr. Mäusenester sind häufig auch gekennzeichnet durch eine hohe Anzahl von Mäusekot.
Laufspuren
In stark staubigen Bereichen innerhalb von Gebäuden können sich Mäuse auch durch ihre Laufspuren verraten. So hinterlassen Mäuse im Keller oder auf dem Dachboden ihre typischen Fußabdrücke. Größe und Gestalt von Fußabdrücken ermöglichen die Bestimmung der Schadnagerart. Mäuse tendieren im Gegensatz zu Wanderratten zum Beispiel nicht dazu, auf den Fußballen zu laufen. Zudem sind Fußabdrücke von Mäusen wesentlich kleiner. Will man überprüfen, ob man Mäuse im Haus hat, so kann man Mehl ausstreuen und am nächsten Tag entsprechend auf Fußabdrücke kontrollieren.
Mäuse im Garten sind zumeist Wühlmäuse, die in Erdbauten leben und durch ihre Gänge und Wurzelfraß die Vegetation im Garten zerstören.
Tote und lebende Tiere
Der eindeutigste Beweis für einen Mäusebefall ist – neben frischem Mäusekot – das Sichten lebender Mäuse in der Wohnung oder im Garten. Die Entdeckung frisch verstorbener Mäuse ist ebenso ein Beweis für einen akuten Befall und ermöglicht gleichzeitig die exakte Bestimmung der Mäuseart. Falls tagsüber lebende Mäuse im Haus oder Garten entdeckt werden, deutet dies auf zu wenig Nahrung, Störung der Nistplätze oder sehr starken Mäusebefall hin.