Sie besuchen gerade die Seite von/der Germany - möchten Sie das Land wechseln?

0800 1718176 Jetzt anrufen! Rückruf-Service

Im Gespräch mit den Experten: Wie KI und Kameratechnik die Schädlingsbekämpfung revolutionieren

Auf einen Blick: Künstliche Intelligenz ist weit mehr als nur ein digitaler Trend – sie verändert Branchen im Kern. Erfahren Sie von unseren Innovation Directors Dr. Cassie Krejci und Paul Donegan, wie Rentokil smarte KI-Kameras, IoT-Datenströme und Edge Computing nutzt, um Schädlingsaktivitäten vorherzusehen, biologische Resistenzen zu brechen und Unternehmen proaktiv zu schützen.

 

In den letzten Jahren gab es ein Akronym, das die globale Wirtschaft wie kein anderes geprägt hat: KI. Die Encyclopædia Britannica definiert Künstliche Intelligenz als „die Fähigkeit eines digitalen Computers oder robotergesteuerten Systems, Aufgaben auszuführen, die man normalerweise mit intelligenten Wesen verbindet“. Laut Prognosen von Statista wird der globale KI-Markt bis 2030 ein monumentales Volumen von rund 1,85 Billionen US-Dollar erreichen.

Während die langfristigen Auswirkungen von KI oft abstrakt wirken, stellt sich eine ganz konkrete Frage: Kann diese Technologie auch die Schädlingsbekämpfung revolutionieren? Wir bei Rentokil sind uns sicher: Sie tut es bereits.

In diesem tiefen Einblick lassen wir zwei unserer führenden Köpfe zu Wort kommen:

  • Dr. Cassie Krejci (Science and Innovations Director, Rentokil Initial) leitet unser Team aus spezialisierten Wissenschaftlern und treibt die biologische und technologische Erforschung neuer Abwehrsysteme voran.

  • Paul Donegan (Digital Innovation Director, Rentokil Initial) fokussiert sich mit seinem Team auf vernetzte IoT-Technologien (Internet of Things) und modernste Kamerasysteme, um die nächste Generation smarter Geräte auf den Markt zu bringen.

Innovationen bei Rentokil

1. Der digitale Quantensprung: Vom Schnappschuss zur 24/7-Echtzeit-Analyse

In den letzten Jahren hat sich die Schädlingsbekämpfung radikal verändert. Früher war der Service stark reaktiv: Ein Techniker kam alle paar Wochen vorbei, prüfte die Fallen manuell und dokumentierte den Zustand in diesem exakten Moment.

Heute setzen wir auf eine lückenlose Fernüberwachung rund um die Uhr. Vernetzte Sensoren und Kameras agieren als permanente Augen und Ohren direkt vor Ort.

Der Sprung von Daten zu echten Insights

Durch die lückenlose Erfassung fließen gigantische Datenmengen in die Cloud. Paul Donegan erklärt den unschätzbaren Wert dieses Wandels:

„Natürlich fragen mich Kunden ständig: ‚Können Sie vorhersagen, wann der nächste Befall kommt?‘ So weit sind wir noch nicht ganz. Aber wenn wir historische Beweise sammeln, speichern und analysieren, erkennen wir präzise Trends. Wir sehen Muster – nicht nur für einen einzelnen Standort, sondern über ganze Branchensektoren hinweg.“

Dieser datengestützte Ansatz schützt zudem die Umwelt. Anstatt routinemäßig und proaktiv Barrieren aus Chemikalien aufzubauen, verstehen wir das Problem im Vorfeld so genau, dass wir Gifte extrem reduziert und nur dort einsetzen, wo sie biologisch notwendig sind. Das macht den Service sicherer für Techniker, Kunden und die Natur.

Rat on camera

2. Biologische Evolution ausgelesen: Wie Technik die Verhaltensresistenz von Schädlingen bricht

Schädlinge – ob Insekten oder Schadnager – sind Tiere. Und Tiere passen sich an, um zu überleben. Neben der bekannten Resistenz gegen bestimmte chemische Wirkstoffe beobachten Biologen zunehmend eine sogenannte Verhaltensresistenz.

Schadnager und Insekten lernen über Generationen hinweg, klassische Köderstationen oder Zonen, in denen regelmäßig Präparate ausgebracht werden, schlichtweg zu meiden. Sie geben diese Anpassung genetisch und durch Lernen an ihre Nachkommen weiter.

Reaktion im Mikrosekunden-Bereich

Hier kommt die digitale Überwachung ins Spiel. Da wir Veränderungen im Umfeld auf die Mikrosekunde genau erfassen, sehen wir Abweichungen im Verhalten sofort. Dr. Cassie Krejci skizziert ein Praxisbeispiel:

„Nehmen wir einen großen Lebensmittelproduzenten: Gestern um 19:00 Uhr wurde eine neue Rohzutat angeliefert. Genau ab diesem Moment verändern sich die Bewegungsdaten im System. Dank der KI können wir diese minimale Veränderung sofort lokal eingrenzen und den Befall stoppen, bevor er sich auf die gesamte Anlage ausbreitet.“

Ohne vernetzte Systeme würde man ein solches Muster erst Wochen später beim nächsten physischen Kontrolltermin bemerken – wenn es meist schon zu spät ist.

Mausefalle-Geschichte-Innovation

3. Die KI als „zweites Gesicht“: Wie Machine Learning den Service revolutioniert

Ein exzellentes Beispiel für die Power von KI sind UV-Insekten-Lichtfallen. Eine klassische Klebeplatine wurde früher alle vier Wochen getauscht und ausgewertet. Heute schießen integrierte Kameras regelmäßig hochauflösende Fotos der Fangfläche.

Automatisierte Artbestimmung in Echtzeit

Ein Mensch müsste mühsam Bilder vergleichen, um zu sehen, ob an Tag 10 ein Insekt und an Tag 11 plötzlich 400 Insekten auf dem Board kleben. Die KI übernimmt das vollautomatisch im Hintergrund und geht noch einen Schritt weiter: Sie bestimmt die Insektenart.

Registriert das System an Tag 10 plötzlich eine völlig andere, fliegende Spezies als an den Tagen zuvor, schlägt Machine Learning sofort Alarm. Das System wandelt rohe Bilddaten in konkretes Wissen und direktes Handeln um.

KI ersetzt nicht den Menschen – sie stärkt ihn

Dr. Cassie Krejci bezeichnet die künstliche Intelligenz in diesem Kontext treffend als „Second Sight“ (das zweite Gesicht):

„Unsere Kollegen an der Front sind immer die erste Verteidigungslinie. Die KI hat das Ziel, ihr Leben einfacher, sicherer und effizienter zu machen. Wenn wir einem Techniker durch präzise Vorab-Analysen und digitales Mapping vier unnötige Kontrollfahrten ersparen, hat sich die Technologie schon bezahlt gemacht. Der Techniker sammelt keine Daten mehr – er kommt direkt, um das Problem zu lösen.“

Auf die häufige Frage, ob Techniker durch KI bald überflüssig werden, entgegnet Paul Donegan mit einem klaren Nein: „Diese Tools sind zusätzliche, digitale Werkzeuge in unserem Arsenal. Die Magie entsteht erst durch die Kombination aus digitaler Präzision und traditionellem Handwerk.“

Datenschutz im Fokus: 100 % DSGVO-konform

Bei aller Kameraüberwachung bleibt die Privatsphäre absolut geschützt. Die Systeme wurden streng nach dem Prinzip „Data Privacy by Design“ entwickelt: Sollte im Ausnahmefall doch einmal ein menschliches Gesicht oder ein Firmenlogo im Bild sein, wird dieses durch die integrierte KI-Pipeline vollautomatisch und unwiderruflich verpixelt.

4. Echte Partnerschaft: Wenn Daten für Transparenz sorgen

Ein smarter Nebeneffekt der optischen Überwachung ist die Entstehung einer völlig neuen Form der Zusammenarbeit zwischen Rentokil und den Kunden. Kameras fangen nämlich nicht nur Schädlinge ein, sondern dokumentieren auch den Zustand der Umgebung.

Sehen unsere Techniker auf den validierten Bildern, dass gehäuft Schädlinge an einer bestimmten Stelle auftauchen, lässt sich die Ursache oft direkt ablesen. Wir können proaktiv auf den Kunden zugehen und sagen: „Schaut mal, an dieser Tür wird zu oft gerollt“ oder „In diesem Bereich müssen die Mülltonnen häufiger geleert werden“.

Visuelle Beweise schaffen Vertrauen. Es ist nicht mehr nur die subjektive Meinung eines Experten, sondern ein glasklares, objektives Bild. Das sorgt bei Betrieben (und Auditoren) für maximale Sicherheit und schweißt das gemeinsame Ziel – eine schädlingsfreie Umgebung – zusammen.

5. Edge Computing und Ausblick: Wohin geht die Reise?

Was wir heute sehen, ist erst der Anfang. Die logische Kette der Schädlingsbekämpfung lautet seit jeher: Sehen ➔ Interagieren ➔ Lösen. Während Remote-Monitoring das „Sehen“ perfektioniert hat, wandert der Fokus der Entwicklung nun auf das automatisierte „Interagieren“ und „Lösen“.

Die Zukunft gehört dem sogenannten Edge Computing. Das bedeutet, dass die künstliche Intelligenz und die Rechenleistung direkt auf dem Abwehrgerät vor Ort sitzen, statt Daten erst umständlich in eine Cloud zu schicken.

„Die nächste Evolution ist die Fernsteuerung. Wenn wir ein Problem digital spüren und überwachen können, wollen wir es auch direkt aus der Ferne steuern. Die Geräte der Zukunft werden so intelligent sein, dass sie Befall nicht nur melden, sondern direkt vor Ort eigenständig erste Eindämmungsmaßnahmen einleiten.“ – Paul Donegan

Für Rentokil gibt es bei dieser technologischen Entwicklung keine Obergrenze. Wir adaptieren kontinuierlich die besten Innovationen aus anderen High-Tech-Industrien und implementieren sie in das moderne Schädlingsmanagement.

Rentokils PestConnect-System

Bereiten Sie Ihr Unternehmen auf morgen vor

Ob mitten in der Nacht, am ruhigen Wochenende oder während des laufenden Hochbetriebs in einer automatisierten Fabrik: Setzen Sie auf ein Ökosystem, das niemals schläft, biologische Resistenzen durchbricht und die Umwelt schont.

Möchten Sie erfahren, wie wir auch Ihren Betrieb digital absichern können? Lassen Sie sich jetzt unverbindlich von unseren Experten unter 0800 1718176 beraten und gestalten Sie mit uns das Schädlingsmanagement der Zukunft.

Digitales Schädlingsmanagement

Rund um die Uhr digitale Schädlingsbekämpfung und -überwachung

  • Proaktives, digitales Schädlingsmanagement, das ständig überwacht, sofort reagiert und direkt berichtet
  • Echtzeit-Warnmeldungen und datengestützte Erkenntnisse zur Risikominderung und zur Information über vorbeugende Maßnahmen
  • Schnelle Reaktion bei der Schädlingsbekämpfung durch Ihr lokales Serviceteam
Jetzt Kontakt aufnehmen

Verwandte Artikel