Schädlingen im eigenen Haus vorbeugen

Langsam setzt sich das Herbstwetter in Deutschland durch und zahlreiche Schädlinge dringen in Wohnungen und Häuser ein.

Der Herbst 2015 hat Deutschland sehr moderates Wetter beschert. Bot der vergleichsweise kalte Oktober keine Grundlage für einen allzu genussvollen “Goldenen Herbst”, so ist der November teils deutlich zu warm. Für Ende November erwarten Meteorologen jedoch einen Wettereinbruch mit Regenfällen und sinkenden Temperaturen. Für Hausbesitzer, Mieter und Hausverwalter gilt: in Kürze muss nicht nur die Kälte draußen gehalten werden, sondern auch Insekten und Schädlinge, die in Häusern Wärme und Unterschlupf suchen.

Welche Schädlinge treten verstärkt im Herbst auf?

In der nördlichen Hemisphäre geht die Zahl der Wespen und Fliegen mit dem Ende des Sommers spürbar zurück. Mit den einbrechenden Temperaturen beginnt dann die Zeit der gewöhnlichen, im Haushalt auftretenden Schädlinge, wie z.B. Ratten, Mäuse oder Flöhe. Diese suchen nach Nahrungsmitteln und Schutz vor der Kälte. Ratten bspw. sind sehr geübt darin, raue Oberflächen empor zu kriechen. Mäuse kommen selbst durch gerade einmal Bleistift-dicke Löcher in die Wohnungen. Kakerlaken verschaffen sich meist durch Rohrsysteme Zugang ins Haus, während Vögel den Kamin des Hauses als Nistplatz bevorzugen.

Mit diesen Schädlingen müssen Sie im Herbst rechnen:

  • Ratten
  • Mäuse
  • Kakerlaken / Schaben
  • Flöhe
  • Bettwanzen
  • Tauben / Schadvögel

10 Tipps, um Schädlingen im Herbst vorzubeugen

Im Folgenden finden Sie einige der üblichen Problembereiche, in denen Schädlinge Ihnen das Leben im Herbst und Winter schwer machen können. Wir zeigen Ihnen, warum Sie dort ein besonderes Augenmerk auf Schädlingsbefall walten lassen sollten und geben Ihnen Tipps, um Probleme mit Schädlingen in den Griff zu bekommen.

1. Schädlinge auf dem Dachboden


Ihr Dachboden ist in der Herbst- und Winterzeit ein optimaler Ort für Ratten und Mäuse, um den sinkenden Temperaturen zu entfliehen. Wärme ist vorhanden, oftmals gibt es viele Versteckmöglichkeiten, um ungestört zu überwintern und ab und an auch direkt etliche Nahrungsmittelquellen. Und wenn sich auf dem Dachboden keine Nahrung findet, sind die Küche oder der Haushaltsraum auch nicht weit entfernt.

Eventuell findet sich auf dem Dachboden vielleicht sogar ein Wespennest, in dem eine Kolonie überwintert! Sollten Sie verdächtige Geräusche auf dem Dachboden wahrnehmen, hilft Ihnen ein professioneller Schädlingsexperte bei der Identifikation und Beseitigung der ungebetenen Gäste.

Fakten über Schädlinge auf dem Dachboden:

  • Gerade Schadnager suchen Wärme und Schutz auf Dachböden.
  • Zum Eindringen nutzen sie Lücken in Dachkonstruktionen oder Risse in Wänden.
  • Unaufgeräumte Dachböden bieten ihnen Versteckmöglichkeiten und ggf. Nahrung.

2. Schädlinge im Bad


Etliche Schädlinge, wie z.B. Kakerlaken, werden stark von Feuchtigkeit angezogen. Nassräume und Bäder sind ihre bevorzugten Nistplätze. Durch Rohrsysteme und Abwasserleitungen ist es ihnen ein Leichtes, in Gebäude vorzudringen. Gerade wenig genutzte oder leicht zugängliche Regenrohre und Dachrinnen ziehen Schaben an.

Fakten über Schädlinge im Bad:

  • Kontrollieren Sie während der Übergangszeiten gründlich die Zugänge zu den Abwassersystemen Ihres Hauses.

3. Schädlinge im Schlafzimmer

Besonders nennenswert sind Motten und Bettwanzen. Die Herbst und Winterzeit sorgt nicht selten dafür, dass modebewusste Zeitgenossen erstmal ihren Kleiderschrank umräumen: Die Sommerkleidung wird abgehangen und die Kleidung für die kalten Tage in Griffweite gelegt. Ein guter Zeitpunkt, um zu überprüfen, ob sich Motten eingenistet haben. Löcher in der Kleidung können ein erstes Indiz für das Vorliegen eines Mottenproblems sein. Ein zügiges Handeln ist anzuraten, damit die restliche Kleidung nicht auch noch von den gefräßigen Motten heimgesucht wird.

Tipps gegen Motten im Schlafzimmer:

  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kleiderschränke auf Mottenbefall.
  • Mottenfallen können helfen, das Problem zu erkennen. Zur nachhaltigen Entfernung empfiehlt sich der Schädlingsexperte.
  • Regelmäßiges Staubsaugen mindert das Befallsrisiko.

Ein weiteres, immer präsenter werdendes Schädlingsproblem sind Bettwanzen. Sie sind nicht nur im Herbst und Winter aktiv, sondern ein ganzjähriges Schädlingsproblem, was allerdings durch die hohe Reiseaktivität der Winterurlaube im Fokus steht. Sollten Sie gerade im Urlaub gewesen sein oder sich bspw. auch mit Antiquitäten eingedeckt haben, schadet es nicht, die gängigen Anzeichen für Bettwanzen-Befall zu kennen.

Fakten über Bettwanzen im Schlafzimmer:

  • Bettwanzen bringt man häufig im Reisegepäck mit.
  • Auch alte Möbel können von Bettwanzen befallen sein.
  • Bluttropfen, Hautschuppen oder Kot können Anzeichen für einen Bettwanzenbefall sein.

4. Schädlinge im Kamin


Sollten Sie in einer Mietwohnung leben, können Sie diesen Teil überspringen. Hausbesitzer jedoch sollten den Kamin Ihres Hauses im Auge behalten. Nicht selten nutzen Vögel die Kaminaufbauten auf den Dächern als Nistplatz. Windgeschützte Elemente und die Restwärme des Kamins helfen beim Bau und Betrieb des Nestes.

Nicht selten entsteht so (gerade nachts) eine Lärmbelästigung, eine Beschädigung der verbauten Dachelemente oder gar Befall von weiteren Schädlingen als Folgeresultat. Sollten Sie verdächtige Geräusche auf dem Dachboden wahrnehmen, hilft Ihnen ein professioneller Schädlingsexperte bei der Identifikation und Beseitigung der ungebetenen Gäste.

Fakten über Schadvögel im Kamin:

  • Spezielle Kaminabdeckungen können das Problem beseitigen, sofern Sie durch ihre Bauart nicht den Nestbau begünstigen.

5. Schädlinge in der Garage

Viele Menschen gehen dazu über, statt ihres Autos selten genutzte Gegenstände, Möbel, Zeitschriften oder sogar Vorräte in ihrer Garage zu lagern. Dies jedoch zieht Mäuse, Ratten und Kakerlaken an, die zwischen all dem “Krimskrams” optimale Nistmöglichkeiten vorfinden.

Fakten über Schädlinge in der Garage:

  • Lagern Sie Vorräte vorsorglich in verschließbaren Plastikbehältnissen.
  • Mit sinkenden Temperaturen steigt das Risiko, dass sich Mäuse und Ratten durch Wandritzen und Lüftungsschlitze Zugang zu Ihrer Garage verschaffen.

6. Schädlinge in der Küche

Unter Schädlingsbekämpfern gilt die Küche meist als der Raum, mit dem größten Befallsrisiko. Das liegt vor allem daran, dass hier Essen zubereitet wird und Essensvorräte gelagert werden. Diese sind, im wahrsten Sinne des Wortes, ein gefundenes Fressen für Insekten, Mäuse, Ratten und Kakerlaken. Dank Fenstern, Abluftschlitzen, etc. gibt es ebenso mannigfaltige Möglichkeiten für die Schädlinge über die Küche in die Häuser zu gelangen.

Fakten über Mäuse, Ratten und Schaben in der Küche:

  • Lassen Sie Essensvorräte nicht zu lange geöffnet herumliegen.
  • Ungewaschenes Geschirr zieht mit seinen Essensresten ebenso schnell Schädlinge an.
  • Leeren Sie regelmäßig den Abfalleimer.
  • Kontrollieren Sie Unterschränke und Ablagefächer auf Schädlingsbefall.

7. Schädlinge in Haushaltsräumen

Haushaltsräume sind in Deutschland oft die Räume im Haus, wo Wäsche gewaschen, getrocknet und gebügelt wird. Hier herrscht Luftfeuchte, es gibt leicht erklimmbare Rohrleitungen, sie sind häufig in Erdbodennähe und es gibt Fenster und Abluftvorrichtungen zu umliegenden Räumen oder nach draußen. Mit anderen Worten: Diese Räume sind sehr leicht von Schädlingen zu erreichen. Mäuse, die im Herbst oder Winter nach Wärme suchen, quetschen sich mit Leichtigkeit durch kleinste Lücken, die nur wenige Millimeter breit sind. Wie sicher ist Ihr Haushaltsraum?

8. Schädlinge im Garten und in Abfalleimern

Je gepflegter der Garten, desto schwerer macht man es Schädlingen, sich hier niederzulassen. Zugegeben: Ganz so pauschal, trifft es nicht immer zu. Jedoch bieten Sträucher, Gewächse und Hecken den Schadnagern zahlreiche Versteckmöglichkeiten; im ungünstigsten Fall sogar einen leichten Zugang ins Hausinnere.

Fakten über Mäuse, Ratten und Schaben im Garten:

  • Gepflegte Gartenareale bieten Schadnagern weniger Versteckmöglichkeiten.
  • Abfalleimer und Komposthaufen ziehen Schädlinge an.
  • Halten Sie Abfalleimer geschlossen.

9. Schädlinge auf Terrassen und Balkons

Gerade für Haustierhalter sind Schädlinge in hausnahen Außenbereichen, wie Terrassen oder Balkons, relevant, wenn Tierfutter gelagert oder ausgestellt wird. Schadnager besitzen einen stark ausgeprägten Geruchssinn und werden förmlich von Tierfutter und Essensresten angezogen. Anschließend suchen sie vornehmlich im Hausinneren nach weiteren Nahrungsmöglichkeiten.

Fakten über Ratten, Mäuse und Schaben und Tierfutter:

  • Es empfiehlt sich, Tierfutter nicht über Nacht im Freien stehen zu lassen.

10. Schädlinge im Wohnzimmer

Zu dieser Jahreszeit, bei stetig fallenden Temperaturen, wollen Mäuse und Ratten der Kälte entfliehen. Fenster, Balkon- oder Wohnzimmertüren nutzen Schädlinge daher nur zu gerne, um in das Hausinnere vorzudringen. Haustiere, die sich vornehmlich auch in Wohnzimmern aufhalten, bringen zudem Flöhe mit ins Haus, die sich in Vorhängen, Teppichen oder Möbeln niederlassen.

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Katja:
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