Fallstudie: Singapur
Vektor: Stechmücken
Kunde: Verteidigungsministerium Singapur
Singapurs Klima ist durch gleichmäßige Temperaturen und Luftdruck, hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Niederschlagsmengen gekennzeichnet – ideale Brutbedingungen für die Aedes-Stechmücke. Die Aedes komen in ungefähr 500 Arten vor, wobei die Aedes aegypti (Gelbfiebermücke) und Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) die beiden Hauptarten sind, die durch Mücken übertragbare Hirnhautentzündung, Malaria, Denguefieber, hämorrhagisches Denguefieber und neuerdings auch das Chikungunya-Virus auf Menschen übertragen.
Die feucht-warmen Temperaturen zwischen 30°C und 33°C haben den Lebenszyklus der Stechmücken verkürzt und daher hat sich die Anzahl der Stechmücken-Generationen auf das Jahr gesehen erhöht. Niederschläge gehören zum täglichen Alltag, sogar in der Jahreszeit, in der kein Monsun auftritt. So entstanden reichlich Brutplätze für die Aedes-Stechmücke, die sich daher sowohl in Städten, Vorstädten und in ländlichen Gebieten vermehren.
Die Wirkstoffe, die in vielen larviziden Produkten verwendet werden, kommen in der Schädlingsbekämpfungsbranche viel zum Einsatz. Diese routinemäßige Anwendung in Verbindung mit dem verkürzten Lebenszyklus ist dafür bekannt, Resistenz bei der Zielgruppe hervorzurufen und hat seine Effizienz verloren.
Rentokil hat eine maßgeschneiderte Strategie für die Vektorkontrolle entwickelt, bestehend aus einem umfangreichem Programm zur Freilandüberwachung, dass sich gegen die verschiedenen Lebenszyklen der Stechmücke richtet und einem hochmodernen Erfassungsprogramm, dass auf der Grundlage von GPS das Berichtswesen und Trägeranalysen erstellt.
Um das Resistenzproblem im Larvenstadium zu überwinden, führten wir umfangreiche Feldversuche durch, um die Wirksamkeit von speziellen Produkten in der unmittelbaren Umgebung zu testen. Im Verlauf der systematischen Erprobung konnten wir ein wirksames mikrobisches Larvizid ermitteln, das weder für den Menschen noch für die Umwelt schädlich ist. Was noch wichtiger ist, andere lebende Organismen wie Schmetterlinge, Libellen und Ameisen aus dem gleichen Ökosystem sind davon nicht betroffen.
Verschiedene Überwachungsinstrumente werden zur Bestimmung von Ort und Jahreszeit und der speziellen Lebensbereiche am Wasser verwendet, die die Stechmücken bevorzugen, und wenn Proben bestimmt und ausgezählt wurden, können die Daten dazu verwendet werden, die Zusammensetzung und Dichte des Bestands zu bestimmen. Die Überwachungsgeräte werden unter Verwendung des globalen Positionsbestimmungssystems (GPS) aufgezeichnet.
Die Dichte und Zusammensetzung der Stechmücken-Larven und ausgewachsenen Exemplare werden aufgezeichnet und die zu Grunde liegenden Daten werden ausgewertet. Analysen und Trends werden in Echtzeit ausgewiesen. Darüber hinaus werden ausgewachsene Stechmücken auf eventuelle krankheitserregende Mikroorganismen untersucht. Die Kombination von Zusammensetzung und Bestandsmeldung in Verbindung mit der Analyse des Vorhandenseins und der Durchdringung von Vektor-übertragenen Krankheiten bei den Aedes-Stechmücken ermöglichen eine sachgerechte Risikoeinschätzung und die Steuerung von Korrekturmaßnahmen.
Das ausgewählte mikrobiotische Larvizid ist sehr wirksam gegen Stechmücken-Larven. Der Tod der Stechmücken-Larve wird gemeinhin innerhalb von 2 bis 24 Stunden beobachtet. Die mikrobiotische Aktivität ist sehr artenspezifisch, wobei bekannt ist, dass sie die Stechmücken der Gattungen Aedes, Culex, Anopheles und Mansonia bekämpft. Die Stechmückengesamtzählung unten zeigt eine Dezimierung der Stechmücken von 93,5 % fünf Wochen nach der Erstbehandlung.
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